Auch wenn die Osterferien gerade erst vorbei sind, in 8 Wochen sind schon wieder Sommerferien, zumindest in Niedersachsen… Toll für die Kinder, eine alljährliche Herausforderung für die Eltern.

Schulfrei und dann?

Denn in den Sommerferien und in allen anderen Ferien ist die Schule normalerweise geschlossen und die Kinder sind zuhause. Im Kindergarten und der Krippe nennt sich das „Schließzeit“. Verfügt man nicht über eine zuverlässige Hortbetreuung oder ein Netzwerk aus Großeltern und Babysittern, heißt das vor allem eins: das Kind muss beschäftigt werden. Denn auch, wenn Schulferien toll und für die Kinder natürlich das Highlight des Schulalltags sind, bedeuten sie für die Eltern oft eine organisatorische Mammut-Aufgabe. Denn selbst der flexibelste Arbeitgeber gibt seinen Mitarbeitern keine 6 Wochen Sommerferien und zusätzliche 6-7 Wochen für Oster-, Herbst- und Weihnachtsferien frei. Keine Chance.

Ferienbetreuung rettet die Eltern

Zieht man also die meist üblichen 5 Wochen Jahresurlaub eines Arbeitnehmers ab, bleiben immer noch 7-8 Wochen. Selbst wenn sich die Eltern aufteilen, Mama und Papa also den Urlaub statt zusammen getrennt mit dem Kind verbringen würden, fehlen immer noch 2-3 Wochen. Eine Rechnung, die leider nie ganz aufgeht.

Eine lange Zeit, in der sich selbst große Kinder nicht ganztägig beschäftigen können und vor allem wollen! Glücklicherweise bieten viele Städte, Organisationen und Vereine mittlerweile Ferienprogramme an: sportlich oder kreativ, am eigenen Wohnort oder auf einer Freizeit. Hier wird Kindern in den Ferien etwas geboten. Langeweile? Fehlanzeige. Da wird geklettert, gesegelt, Ski gefahren, geritten oder auch ein Kunstkurs angeboten. Betreut werden die Kids von jungen Studenten oder größeren Schülern, denen die Arbeit mit Kindern Spaß macht. Die Rettung für viele Eltern.

Auch Schulen werden flexibler

Zusätzlich zu den außerschulischen Programmen gibt es auch immer mehr Schulen, die die Herausforderung der Eltern verstanden haben. Sie bieten Aktionen im eigenen Hort und Ferienprogramme an. Oft findet diese Betreuung im Schulgebäude statt, so dass die Kinder ihre vertraute Umgebung nicht verlassen müssen. Außerdem bietet die Schule ausreichend Platz und viele Möglichkeiten für ein abwechslungsreiches Programm. Der Schulhof, die Sporthalle oder der Musikraum können von den Betreuern mit einbezogen werden.

Kooperation mit anderen Anbietern

Sind die Schulen aus personellen Gründen nicht in der Lage, diese Ferienbetreuung selbst anzubieten, können sie auch mit Organisationen, Vereinen oder Unternehmen kooperieren. So löst die Schule das Problem der Eltern, verpflichtet die eigenen Lehrkräfte aber nicht, auf die eigenen Ferien zu verzichten.

Auch das Team von Raketenzeit bietet seit 2017 diese Art der Ferienbetreuung an. An der Internationalen Schule Hannover Region (ISHR) wird es im Juli eine Aktiv-Woche zum Thema „Sinne“ geben.

Ein Beispiel: Die „Reise der Sinne“ an der Internationalen Schule

Beim „Journey of senses“ (Reise der Sinne) nehmen wir die Kinder mit auf eine Entdeckungsreise, bei der sie ihre 5 Sinne neu erleben und besser kennenlernen können. Das gesamte Gelände und das Schulgebäude stehen uns in dieser Woche zur Verfügung, um unsere tollen Aktionen durchzuführen. Das „Bauen eines Darkrooms“, „Bunte Smoothies selbst machen“, das Komponieren eines eigenen „Rap-Songs“ und viele andere Highlights stehen auf dem Programm. Das Ganze natürlich in der internationalen Schulsprache: Englisch!

Ferienbetreuung auch in Unternehmen

Auch in der Wirtschaft bewegt sich etwas: Um die eigenen Mitarbeiter zu entlasten und in den Ferienzeiten genug Personal zu haben, gibt es immer mehr Arbeitgeber, die eine eigene Ferienbetreuung anbieten. So sind die Sprösslinge nah bei den Eltern und die Eltern trotzdem an ihrem Arbeitsplatz. Ein Mehrwert, der nicht nur Eltern mit Schulkindern hilft. Denn auch der Kindergarten oder die Krippe haben Schließzeiten, in denen die Betreuung ausfällt.

Für den Arbeitgeber heißt das, dass er im Wettstreit um Fachkräfte einen echten Vorteil bietet. Stichwort „Vereinbarkeit von Familie und Beruf“. Neben einem sicheren Arbeitsplatz und flexiblen Arbeitszeitmodellen wird die Vereinbarkeit mit dem privaten (Familien)leben immer wichtiger.

Ferien machen Spaß!

Und bei all den organisatorischen Schwierigkeiten sollen die Kinder in ihren Ferien vor allem eins haben: Spaß! Ohne Hausaufgaben, ohne festen Stundenplan, zusammen mit Gleichaltrigen die Freizeit genießen. Ist die Betreuung geregelt können auch die Eltern den Ferien gelassen entgegen sehen. Sind die Kinder in guten Händen, lässt es sich entspannter arbeiten!